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ARS Tagebuch von der Lotusphere

Die Lotusphere findet in diesem Jahr unter dem Motto "Get Social. Do Business." statt. ARS berichtet Ihnen direkt aus Orlando von der Open General Session und den weiteren Highlights vom Montag.

Am Montag 08:00 begann die Konferenz mit der üblichen Opening General Session. Die dem Vernehmen nach angewachsene Teilnehmermenge bekam die Hauptmessage, dass das Zusammenarbeiten der Angestellten untereinander, aber auch mit Partnern und Kunden in Social Networks für Unternehmen bereits ein Erfolgsfaktor ist und vermehrt sein wird. Organisationen wie Bayer, RBC, AT&T oder die Australian Football League berichteten über deren erfolgreichen Projekte im Kontext von "Social Business". Lotus sieht sich mit der Kombination von Notes/Domino, Sametime, Connections und der WebSphere Portal basierten "Exceptional Web Experience Suite" perfekt für Social Business positioniert. Das Unterstützen von Teamwork ist der Kern der Aktivitäten von Lotus seit über einem Jahrzehnt. Betont wurde, dass Lotus dabei voll auf offene Standards setzt (HTML5, OpenSocial, OpenAJAX,..). "Notes/Domino Next", "Connections Next", "Sametime Next" usw. wurden announced.

Oskargewinner Kevin Spacy als Gastsprecher gab der riesigen Session eine bereichernde und unterhaltsame Sicht auf das Thema, wie bekommen junge, talentierte und kreative Menschen über die heutigen Internetmechanismen mehr Chancen und was sollten ältere und erfolgreiche Menschen tun, um den Jungen mehr Chancen zu geben. Cool!

"Notes/Domino Next" ist im 1. Halbjahr 2012 zu erwarten und soll noch 2011 in der IBM Cloud LotusLive verfügbar werden, die 2010 ein erfolgreiches Jahr im Markt hatte. Dieses Release wird im großem Maße die Themen aus dem letzten Jahr vorgestellten "Projekt Vulcan" umsetzen. Es wurden Demos gezeigt, welche die neuen Oberflächen in Notes Next und im Browser (iNotes) zeigten.

Das erste Produkt, welches zeigt, wohin die Reise mit Vulcan geht, ist das neue Connections.

Notes Next zeigt in den Demos vorgefilterte und gruppierte Inhalte aus Mail, externen und internen Communities, wobei praktisch alles in Place geöffnet oder editiert werden kann. Man kann sich dem Gefühl nicht erwehren, dass hier Browser Rendering einen Großteil des Userinterface produziert. Wer XPages kennt, wird das nicht verwundern. Wie gut die Filterung und Priorisierung von Content für den User dann in der Praxis sein wird, ist abzuwarten – aber IBM scheint sehr überzeugt von ihren Social Analytics Capabilities. Aber nicht alles verändert sich: Die Bemerkung "All your Notes Apps continue to run" kann man durchaus im Großen und Ganzen ernst nehmen.

Dieses Jahr ist jedenfalls mit 8.5.3 noch ein "Maintenance Release" zu erwarten, das eine ganze Reihe Verbesserungen für User, Admins und Entwickler bringt und sich damit in die Reihe 8.5.1, 8.5.2 einreiht. Laut Ed Brill ist 2011 noch ein 8.5.4 denkbar.

Viele neue Funktionen werden jetzt bereits regelmäßig in der OpenNTF Community vor dem Einzug in die Produkte verfügbar. Die XPages Extension Library dort sollte sich z.B. jeder XPages Entwickler ansehen.

Lotus Live Symphony wurde angekündigt und live vorgeführt mit den sehr interessanten Funktionen zum gleichzeitigen "Coediting" durch mehrere User. Im Sommer soll es verfügbar sein. Letzes Jahr wurden unter dem Namen "Projekt Concord" noch Prototypen gezeigt. IBM war hier recht schnell. Dieses Cloud Offering soll auch als installierbare Software verfügbar werden.

Cloud und "Mobile" waren stark wiederkehrende Aspekte. Lotus Live als Cloud für immer mehr Lotus Funktionen wird immer wichtiger und besser. Das Muster, dass es eine Funktion "jetzt auch in der Cloud" verfügbar ist, verändert sich dahin, dass Funktionen zuerst in der Cloud kommen. Ein Softwarehersteller wie IBM kann sein Cloud Backend viel einfacher kontrollieren und erweitern, als die Funktion problemfrei in die diversifizierte und komplexe Landschaften bei Kunden zu übertragen. Man wird von Lotus aber nicht müde zu betonen, dass man auch die beim Kunden installierte Software vollwertig weiter entwickelt, genauso wie man den Kunden auch gemischte "hybride" Betriebsweisen erlauben will. Dem Enduser sollte es im jeden Fall egal sein können, wo die Funktion implementiert wird.

"Mobile" ist ein Thema nicht nur für Lotus Traveller, der Domino Funktionen auf diversen mobilen Plattformen nativ verfügbar macht. Auch die anderen Funktionen aus dem Lotusproduktstrauß werden und müssen auf den immer populärer werdenden neuen mobilen Geräten genutzt werden können.

Diese Woche werden hier in Orlando noch viele Details zu erfahren sein.